MdB Hitschler lädt Europaminister ein

„Standortvorteil Grenzregion – Brücken bauen statt neue Grenzen“ war nicht nur Thema der Veranstaltung am gestrigen Donnerstag im französischen Lauterbourg. Die Veranstaltung selbst war ein Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit über Grenzen hinweg aussehen kann.

Der Bundestagsabgeordnete der Südpfalz lädt den deutschen Staatsminister für Europa und Beauftragten für deutsch-französische Zusammenarbeit, Michael Roth, ein und die Veranstaltung ist zu Gast beim Eurodistrikt PAMINA, dessen Geschäftsstelle in Frankreich liegt.

In seiner Einführung berichtet Rémi Bertrand, Präsident des Eurodistrikt PAMINA, über aktuelle Herausforderungen und Projekte der grenzüber­schreitenden Kooperation und unterstreicht die wichtige Aufgabe der INFOBEST PAMINA, die allein im letzten Jahr über 3000 Anfragen verzeichnete.

Für gemeinsame Modellregionen plädiert auch Europa-Staatsminister Roth in seinem Vortrag: „Der Grenzraum zwischen Deutschland und Frankreich ist ein Versuchslabor für das künftige Zusammenleben in Europa. Es ist großartig wie hier grenzüberschreitende Zusammenarbeit Tag für Tag ganz praktisch gelebt wird.“ Er bestärkt die Anwesenden, darunter mit Werner Schreiner und Philippe Voiry hohe Vertreter des Landes und der Präfektur, in ihrer oft mühevollen und langwierigen Arbeit. Sie sei notwendiger denn je.

In der anschließenden, lebhaften Diskussion mit mehr als 70 Anwesenden ging es vor allem um die Sprachförderung auf beiden Seiten, um grenzüberschreitende Ausbildungsmöglichkeiten, den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs über die Grenze und die Zusammenarbeit bei den Notfallsystemen. Auch sollte den Grenzräumen mehr Experimentierrechte eingeräumt werden, so ein Vorschlag von Patrice Harster, Direktor des Eurodistrikt PAMINA.

„Die deutsch-französische Freundschaft hat für mich eine besondere Bedeutung“, so MdB Hitschler in seinem Schlusswort. „Als Südpfälzer weiß ich, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein Erfolgsmodell für ganz Europa darstellt. In Berlin und vor Ort werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, unsere Freundschaft zu pflegen und auszubauen.“