Um die wirtschaftliche Entwicklung in Rheinland-Pfalz stärken zu können, bekräftigt der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler (SPD) seine Forderung danach, das von der Bundesregierung im Dezember 2018 beschlossene Einwanderungsgesetz zügig umzusetzen.

„Die Unternehmerinnen und Unternehmer in unserem Land suchen händeringend nach Arbeits- und Fachkräften“, so Hitschler. Das belege der aktuelle Konjunkturbericht Rheinland-Pfalz zum Jahreswechsel 2018/19, den die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammer (IHK) im Land diese Woche in Mainz vorgestellt hat. Demnach betrachten die rheinland-pfälzischen Unternehmen den Fachkräftemangel weiter als das größte Problem.

„Damit wir Wohlstand, Arbeitsplätze und soziale Sicherheit des Wirtschaftsstandorts Rheinland-Pfalz erhalten können, braucht es einen am Bedarf orientierten Zuzug von Arbeits- und Fachkräften“, erklärt Hitschler, der auch Sprecher der rheinland-pfälzischen Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion ist. Die SPD habe lange für ein Einwanderungsgesetz gekämpft. Nun sei dafür Sorge zu tragen, „dass der Zeitplan für die parlamentarischen Beratungen eingehalten wird“. Hitschler erwartet, dass das Einwanderungsgesetz im Frühjahr vom Deutschen Bundestag verabschiedet wird.

Dabei gehe es nicht allein um hochqualifizierte Fachkräfte. „Auch im Bereich geringqualifizierter Stellen ist zu regeln, wie wir ausländische Arbeitskräfte gewinnen können“, betont Hitschler. Diese Forderung bestehe auch auf Seiten vieler Unternehmen und Betriebe, wie er bei Firmenbesuchen in den vergangenen Wochen und Monaten in seinem Wahlkreis immer wieder festgestellt habe. „Mit dem Einwanderungsgesetz steuern wir daher nicht nur den Zuzug von Hochqualifizierten, sondern auch von Arbeitskräften mit Berufsausbildung. Wer bereits geduldet ist, Arbeit hat und gut integriert ist, bekommt die Chance, hier zu bleiben“, so Hitschler.

Hintergrund:

Die vier rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHK) Koblenz, Trier, Rheinhessen und Pfalz befragen dreimal jährlich einen repräsentativen Querschnitt der Wirtschaft zur Konjunktur. Auf Basis der regionalen Konjunkturumfragen erstellt die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz drei Mal pro Jahr einen Konjunkturbericht für Rheinland-Pfalz.