Bundestag beschließt Freiwilligendienste-Teilzeit-Gesetz

„Dass Freiwilligendienste für junge Menschen künftig auch in Teilzeit möglich sind, ist ein wichtiger Beitrag, um das Engagement für die Gemeinschaft weiter zu stärken“, freut sich der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler (SPD) über das heute vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz zur Einführung einer Teilzeitmöglichkeit in den Jugend- und Bundesfreiwilligendiensten. Das Gesetz schafft die rechtlichen Voraussetzungen dafür, dass engagierte Menschen unter 27 Jahren ihren Freiwilligendienst aus persönlichen Gründen in Teilzeit leisten.

Aus Gesprächen und Vor-Ort-Besuchen in seinem Wahlkreis wisse Hitschler, „dass es erforderlich ist, die Freiwilligendienste aufzustocken“. Das habe sich zuletzt auch im persönlichen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste Rheinland-Pfalz, der Diakonie Pfalz und vielen jungen Freiwilligen in Germersheim und Bad Dürkheim ergeben. In der Südpfalz leisten derzeit 74 Personen den Bundesfreiwilligendienst; davon 31 in der kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz, 14 im Landkreis Germersheim und 29 im Landkreis Südliche Weinstraße.

„Mit der beschlossenen Reform der Freiwilligendienste schaffen wir weitere Anreize und motivieren Menschen, sich in den Dienst unseres Gemeinwohls zu stellen“, so Hitschler. „Das Freiwilligendienste-Teilzeit-Gesetz baut Zugangsbarrieren ab und sorgt dafür, dass sich noch mehr junge Menschen freiwillig engagieren können.“

Bisher waren unter 27-Jährige, die aus persönlichen Gründen keinen Dienst in Vollzeit absolvieren konnten, praktisch von der Teilnahme am Freiwilligen Sozialen Jahr, am Freiwilligen Ökologischen Jahr und am Bundesfreiwilligendienst ausgeschlossen.

Das Freiwilligendienste-Teilzeit-Gesetz sei ein erster guter Schritt, so Hitschler, „mit dem wir die Jugend- und Bundesfreiwilligendienste modernisieren“. Weitere Reformschritte seien notwendig. Einen Freiwilligendienst zu absolvieren dürfe beispielsweise keine Frage des Geldbeutels sein. „Wichtig ist eine angemessene Vergütung der Freiwilligendienste, die sich an den Lebenshaltungskosten junger Menschen orientiert“, so Hitschler. Es müsse unter anderem über die Möglichkeit nachgedacht werden, das Gehalt mit dem eines sechsmonatigen freiwilligen Wehrdienstes bei der Bundeswehr gleichzustellen. „Fest steht, dass wir die Freiwilligendienste in den Bereichen Organisation, Information und Wertschätzung weiter stärken wollen“, unterstreicht der Hitschler.