Telefonica O2 reagiert auf Anfrage des Abgeordneten

Der Mobilfunkanbieter Telefonica O2 plant, die Mobilfunkversorgung in der Südpfalz bis Ende 2019 auszubauen. Das hat der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler (SPD) auf Anfrage beim Berliner Hauptstadtbüro des Konzerns erfahren. In einem Brief hatte Hitschler den Mobilfunkanbieter zuvor darum gebeten, ihm vorliegende Beschwerden aus seinem Wahlkreis über Versorgungsprobleme im O2-Netz nachzugehen.

Wie das Unternehmen mitteilt, seien für die Südpfalz insgesamt 12 LTE-Stationen vorgesehen, sieben im Landkreis Südliche Weinstraße und fünf im Landkreis Germersheim. Darüber hinaus sollen in der Region 18 Kapazitätserweiterungen an bestehenden Anlagen erfolgen. Der Großteil der Ausbauarbeiten werde voraussichtlich in den letzten Monaten und Wochen des Jahres erfolgen, schreibt das Unternehmen an Hitschler.

„Mobilfunk muss in allen Regionen flächendeckend verfügbar sein. Dass die Netzbetreiber aktuell dabei sind, die Versorgungsauflagen aus der Frequenzversteigerung 2015 wie vereinbart bis Ende des Jahres zu erfüllen, stimmt optimistisch“, so Hitschler. Fest stehe aber auch: „Wo der Markt versagt, muss der Staat handeln. Die reibungslose mobile Datenübertragung darf nicht davon abhängen, ob man in der Stadt oder auf dem Land lebt. Deshalb ist es gut, dass wir im Zuge der Zukunftsoffensive Mobilfunk mit einer bundeseigenen Gesellschaft dafür sorgen werden, die weißen Flecken bei der Netzabdeckung zu beheben.“

Im Juli hat das Bundeskabinett beschlossen, den Mobilfunkausbau in Gebieten finanziell zu unterstützen, in denen es für Unternehmen wirtschaftlich nicht lukrativ ist. Dafür wollen die Regierungsfraktionen erstmalig durch eigenes Engagement der öffentlichen Hand Defizite beim Mobilfunknetzausbau beseitigen.